Der Sozialwissenschaftler Klaus Jünschke war 1988 der erste "RAF-Gefangene", der infolge einer Begnadigung aus der lebenslangen Freiheitsstrafe entlassen worden ist. Jünschke hatte sich glaubhaft vom bewaffneten Kampf losgesagt. Seit seiner Entlassung engagiert sich Jünschke, der in den ersten Jahren seiner Haft durch weitgehende Isolierung fast in den Wahnsinn getrieben worden ist, für einen humaneren Umgang mit Straffälligen und Obdachlosen.
Für sein neues Buch "Gefangen & Wohnungslos: Gespräche mit Obdachlosen in Haft" (Weissmann Verlag) hat er mit Häftlingen gesprochen, die vor ihrer Haft obdachlos waren - und es danach mit größter Wahrscheinlichkeit auch wieder sind.
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